4 typische Handy-Krankheiten: So werden Sie sie wieder los!

Das Chatten, E-Mailen und Chatten mit Ihrem Smartphone belastet nicht nur Ihren Akku, sondern auch Ihre Gesundheit. Hier gibt’s erste Hilfe für 4 typische Handy-Krankheiten!

Zu Beginn der Handy-Ära vor über 20 Jahren war die Strahlung der kleinen, eingebauten Sender die größte gesundheitliche Sorge der Nutzer. Würden Sie vom Telefonieren Krebs bekommen? Es passierte nichts. Und doch tauchen heute unerwartete Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit der Nutzung von Smartphones und Tablets auf, die Betroffene und Ärzte vor neue Herausforderungen stellen. Achten Sie auf diese 4 Anzeichen, bevor die Beschwerden chronisch werden.

Smartphone Krankheiten

#1 der Handy-Krankheiten: Smartphone-Akne

Wenn Sie bei der Übertragung von Krankheiten nur an Türklinken und Toilettensitze denken, übersehen Sie möglicherweise einen heimtückischen Nährboden für Bakterien und andere Keime. Für eine Studie, die im International Journal of Clinical Practice vorgestellt wurde, entnahmen Forscher Abstriche von Handydisplays. Sie fanden Staphylokokken, Streptokokken und andere potenzielle Krankheitserreger. Eines von 6 Handys ist mit Spuren von Fäkalien verunreinigt, denn viele scheinen es mit dem Händewaschen nach dem Gang zur Toilette nicht so genau zu nehmen. Mögliche gesundheitliche Folgen: Pickel, Akne und Hautreizungen an der Wange, die bei der Benutzung des Telefons mit dem Gerät in Berührung kommt.

Was sollte ich tun, wenn ich Smartphone-Akne habe?

Das eigentliche Problem ist also nicht das Gerät, sondern mangelnde Hygiene. Waschen Sie Ihre Hände mit warmem Wasser und Seife für 30 Sekunden. Trocknen Sie sie dann gut ab und greifen Sie erst dann zu Ihrem Handy. Wenn das Händewaschen unterwegs nicht möglich ist, reinigen Sie das Handy einmal am Tag mit einem Hygienespray oder antiseptischen Tüchern.

#2 der Handy-Krankheiten: Handy-Ellbogen

Ellbogenprobleme sind bei Tennisspielern bekannt. Aber auch Vieltelefonierer können betroffen sein. Zu dem Ergebnis kommt eine US-Studie der Cleveland Clinic in Ohio. Die Symptome machen sich in Form von Kribbeln im Unterarm und einem steifen Ellenbogengelenk sowie Taubheitsgefühlen im kleinen Finger bemerkbar. Ärzte bezeichnen dieses Krankheitsbild als Kubitaltunnelsyndrom, umgangssprachlich auch Cellbow genannt, eine Kombination aus den englischen Begriffen cell phone und elbow.

Was kann ich tun, wenn ich einen Handy-Ellbogen habe?

Der menschliche Ellenbogen ist nicht dafür gemacht, über längere Zeit in einer stark gebeugten Position zu bleiben. Aber genau das passiert, wenn Sie Ihr Handy an Ihr Ohr halten.

#3 der Handy-Krankheiten: Video Schulter

Wenn Ihre Schultern schmerzen, sehen Sie wahrscheinlich zu viele Videos und halten Ihr Handy über einen längeren Zeitraum quer in einer für Ihren Körper ungünstigen Position. Diese dauerhaft unnatürliche Armhaltung führt zu Verspannungen in der Schultermuskulatur.

Was kann ich bei einer Videoschulter tun?

Ändern Sie die Handhaltung und reiben Sie den betroffenen Schulterbereich mit einer antirheumatischen Salbe ein, zum Beispiel Pferdesalbe & Teufelskralle mit wohltuenden Wirkstoffen wie Rosskastanie und Arnika. Wenn die Symptome nach 2 Wochen nicht abgeklungen sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann liegt wahrscheinlich eine Entzündung vor.

#4 der Handy-Krankheiten: Handysucht

Wenn Sie nervös werden, wenn Sie Ihr Smartphone zu Hause vergessen, wenn der Akku leer ist oder der Netzempfang schlecht ist, sollten Sie auf der Hut sein. Oder wer sein Handy ständig in der Hand hält, um zu prüfen, ob eine Nachricht oder ein Anruf eingegangen ist, leidet möglicherweise an Handysucht oder MAIDS (Mobile and Internet Dependency Syndrome). Oft sind auch Zwangsstörungen und Depressionen Teil des Krankheitsbildes.

Was kann ich tun, wenn ich an einer Handysucht leide?

Versuchen Sie, handylose Zeiten in Ihren Tag zu integrieren. Versuchen Sie allmählich, besondere Situationen ohne Smartphone zu bewältigen. Wenn Ihnen das nicht möglich ist, wenden Sie sich an einen Arzt oder Spezialisten, der mit Ihnen eine Therapie entwickelt. Kompetente Ansprechpartner sind z.B. die Krankenkassen oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Sie online oder an Hilfe in Ihrer Nähe verweisen können. Ihr Hausarzt kann Ihnen psychologische Unterstützung verschreiben, also zögern Sie nicht, sich ihm anzuvertrauen.

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